Kindheitserinnerungen

In den weiten Niederungen der Wümme
- ganz unter Eichen verborgen -
liegt der kleine Ort Fischerhude bei Bremen.
Wie ein weitmaschiges Netz teilt sich der Fluß, windet und streckt sich in vielen Armen durch und um das Dorf;
seine Ufer sind mit Minze und Kalmus bewachsen;
Enten bevölkern ihn mit ihrem lauten Geschnatter.

Im Sommer schwanken Heuwagen,
die nach starken Wiesenkräutern duften und nach schwarzem Schmeer,
ganz in Staub gehüllt über die mit Kopfstein gepflasterten Straßen.
Über den alten Strohdächern hängt der Duft von süßlichem Torfrauch.
Kinder in Holzschuhen gehen mit Schiefertafeln zur Schule. Hähne krähen.
Die Ruhe des Mittags legt sich über das kleine Dorf.

Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Licht kommen Maler nach Fischerhude und finden dieses Leuchten an den dunklen Wümmestreeks, in denen die durchsichtigen alten Weidenbäume, der Himmel und die endlose Weite des Horizonts sich spiegeln.
Mietje Bontjes van Beek zurück